Character Interview Cyrus Abrams with Remmy Duchene & BLMorticia

July 17, 2015

WoundedHearts

 

 

 

Character Interview with Cyrus Abrams

 

*audience applause*

 

Michael Mandrake: Hello, good people. Welcome to sitting down with the muses, hosted by Michael Mandrake. I haven’t done a character interview in quite a while and instead of interviewing one of my own, I’m talking with one of my sister, BLMorticia’s saucy characters, the very interesting and blunt, Cyrus Abrams from Wounded Hearts.

 

*audience applause*

 

Cyrus Abrams: *strokes beard, waves to the crowd, and removes Stetson*  Thank ya’ll. Man, that was quite an ovation. I feel like a rock star. Hiya there, Michael.

 

Michael Mandrake: Hello again, Cyrus. So, tell us more about the book you star in.

 

Cyrus Abrams: Well, it’s called Wounded Hearts. It’s starring me and a hot New York Policeman named Zane Ashford. You could say it’s a romance with some angst, and we butt heads a couple of times, okay well, *laughs* more than a couple, but in the end. I get the best of that fine ass cop. *nods overconfidently and tugs on crotch*

 

*crowd whistles*

 

Michael Mandrake: Wow, well, don’t tell us the whole story, Cyrus. We do want to pick up the book. Let’s move on. Tell us more about Cyrus Abrams.

 

Cyrus Abrams: Well, what can I say, Michael, I’m an old bastard who didn’t want anything to do with relationships. I lost the love of my life years ago and I spent a few years in the slammer. I love country music, especially Conway Twitty and Kenny Rogers, my dog, Woofer, and my horse, Minnie. I run a ranch/farm in Great Falls Montana, graining cereal and selling my best cows and hogs to local butchers. I run an honest business … well, now anyway.

 

*crowd oohs*

 

Cyrus Abrams: Like I said, I was all about the five finger shuffle with a side of porn. Then, the city slicker heads my way and things changed. I was only looking to tap that gorgeous ass, and instead, I got a lot more.

 

*crowd whistles and claps*

 

Michael Mandrake: *Michael blushes* Well, we can’t wait to see how that turns out. One last question before we do a speed round. If there is any lesson we could learn from this book, what would it be?

 

Cyrus Abrams: Mike, I’d say to give love a chance ‘cause you never know what joy it’ll bring ya. Hell, who knows if it’ll pass or fail, but dammit, don’t let it pass you by, regardless of how much of an old geezer you are.

 

*crowd whistles and claps*

 

Michael Mandrake: That’s a great lesson to learn. Now, how about a short speed round for fun? I’m sorry, your author put me up to this.

 

Cyrus Abrams: *laughs* Go on ahead. I’m on top of the world right now. *turns to the left and winks*

 

Michael Mandrake: Ah, the other star is here right now. Zane, don’t be shy, please come out and sit with him. Don’t be shy.

 

*Zane comes out and waves at the crowd, take the seat right next to Cyrus*

 

Zane Ashford: Hello there, Michael. *plants kiss on Cyrus’s cheek* I can answer too for fun.

 

Michael Mandrake: Wonderful. Alright, let’s start. Chocolate or Vanilla.

 

Cyrus Abrams: Well, hell, chocolate is always the best. *waggles eyebrows*

 

Zane Ashford:  Good answer….

 

 

 

Michael Mandrake: Why am I not surprised you answered that?

 

*Cyrus shrugs*

 

Michael Mandrake: Lights on or off?

 

Cyrus Abrams: On. I wanna see everything!

 

*crowd laughs*

 

Zane Ashford:  *palms forehead* Oi.

 

Michael Mandrake: Of course you do, Cyrus. Next, glass half empty or half full?

 

Cyrus Abrams: Well, it’s full now. *Cyrus grins*

 

Michael Mandrake: *shakes head* Cyrus, that wasn’t the question. How about, generally?

 

Cyrus Abrams: Alright, Mr. Stuffy. I’ll say half full.

 

Zane Ashford: *laughs and covers his eyes*

 

Michael Mandrake: Last two. Leather or lace?

 

Cyrus Abrams: Who the hell came up with these? I’d say neither ‘cause I may be gay, but I ain’t no fruit cake.

 

Michael Mandrake: *laughs* No, you aren’t, just answer for the audience.

 

Cyrus Abrams: I’ll go for leather then, especially if they’re the assless chaps I gave Ash for his birthday.

 

*crowd laughs*

 

Zane Ashford:  *puts finger to lips*

 

Michael Mandrake: Last one, favorite color?

 

Cyrus Abrams: Anything black, especially for a Stetson. *places it on his head*

 

Zane Ashford:  One of these days I’m going to get him to wear pink…

 

Michael Mandrake: Well, this has been very enjoyable. Cyrus, Zane, thanks so much for stopping by my show today. Good luck to the both of you.

 

Zane Ashford: Thanks, Michael.

 

Cyrus Abrams; Yes, thanks Mike. And all ya’ll rush out and get Wounded Hearts. It’s hot, angsty, and dammit, it’s fun too. Enjoy!

 

*crowd applauds*

 

German Interview with Anna Martin

July 9, 2015

Ich bedanke mich herzlich bei Anna Martin, die sich bereit erklärt hat, an diesem Interview teilzunehmen und euch Lesern Frage und Antwort zu stehen. Auch ein großes Dankeschön an euch Leser, denn ohne euch wäre dieses wunderbare Interview nicht zustande gekommen.

AnotherWayDE

Vielen Dank fürs Übersetzen, Corina! Obwohl ich ein wenig Deutsch in der Schule lernte, erinnert sich mein kleines Spatzenhirn nur mehr an folgende Phrasen: „Ich bin 12 Jahre alt.“ und „Es ist windig.“ Beide Sätze sind mir heutzutage nicht gerade hilfreich.

Zuallererst: Verrate etwas über dich, das deine Leser überraschen würde.

Ich habe einen Master in Stage Management and Technical Theatre (Anm.: wäre in Deutschland der Veranstaltungstechniker), woraufhin ich eine qualifizierte Elektrikerin wurde. An einem Punkt musste ich mich entweder für meine Karriere im Theater oder für meine Karriere als Autorin entscheiden, da beide am Siedepunkt zum Erfolg standen. Ich arbeitete die letzten sieben Jahre beim Edinburgh Fringe Festival (was eines der größten Theaterfestspiele der Welt ist) , sodass ich meine Fähigkeiten hin und wieder aus der Versenkung holen konnte. Obwohl ich das Theater liebe, bin ich doch der Meinung, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. ;-)

Was hat dich dazu gebracht, M/M Romanzen zu schreiben? Wie lange schreibst du schon und wie lange hat es gebraucht, bis du von einem Verlag publiziert wurdest?

Vor 13 Jahren wurde ich mittels Fanfiktions auf M/M Geschichten aufmerksam. Ich begann, für mich „fehlende Szenen“ im Harry Potter Fandom zu schreiben, die sich dann zu Harry / Draco Geschichten entwickelten, und der Rest ist Geschichte, denke ich! Seit meiner Kindheit erfinde ich Geschichten, aber jetzt schreibe ich sie auch nieder.

Ich war nie in der Lage rauszufinden, was mich so an M/M Romanzen fasziniert. Ich denke, es kann damit zusammenhängen, dass es scheint, als gäbe es hier so viele unerforschte Wege. Wenn ich ein Konzept für eine M/M Geschichte entwickelt habe, kann ich mir ziemlich sicher sein, dass es nicht schon mal geschrieben wurde, und wenn doch, dass ich einen neuen Twist reinbringen kann.

Ich war so glücklich, als „Andere Wege“ veröffentlicht wurde. Eine Freundin von mir, Tia Fielding, veröffentlichte bereits über Dreamspinner Press und schlug vor, das Buch bei ihnen einzureichen. Und sie nahmen es! Vier Jahre und fünfzehn Bücher später stehen wir hier.

Ich hoffe, die Frage ist nicht zu privat, wenn ja, musst du natürlich nicht darauf antworten: Wie vereinst du deine Liebe zum Schreiben mit deinem Real Life (Familie, Freunden, dem Partner etc.), ohne dass einer dabei zu kurz kommt?

Ich habe keine Freunde.

Ha!

Nun, ich habe einen Vollzeitjob im Marketing, weshalb mein Schreiben sich dem anpassen muss. Aber ich bin auch irgendwie ein Glückspilz, da ich ziemlich schnell schreibe. Ich schrieb „Summer Son“ in fünf Wochen und „That I Should Meet a Prince“ (die englische Version wird dieses Jahr veröffentlicht) in neun Wochen.

Ich bin auch Single, kinderlos und lebe allein, das hilft vermutlich!

Es kam mir nie so vor, als würde ich mit mir selbst in einem Konflikt stehen, um mein Verlangen nach dem Schreiben zu stillen, Erfolg in meinem Beruf zu habe und Zeit für meine Freunde zu finden. Ich bin eine wirklich glückliche Frau.

Schreibst du an mehreren Büchern gleichzeitig oder konzentrierst du dich lieber nur auf eines? Wie lange schreibst du durchschnittlich an einer Geschichte und wie sieht dein Schreiballtag im Allgemeinen aus?

Ich habe keine eindeutige Antwort darauf. Manchmal arbeite ich an zwei oder drei Büchern gleichzeitig. Manchmal an einem oder gar keinem. Ich habe eines in einem Monat geschrieben und an einem anderen arbeite ich bereits seit zwei Jahren. Ich habe keine Routine. Das was einer Routine am Nähesten kommt, ist, dass ich abends schreibe, wegen dieses verflixten Vollzeitjobs und da ich meine Geschichten in Coffee Shops überarbeite, um nicht von Tumblr abgelenkt zu werden. Aber es hängt wirklich von vielen verschiedenen Faktoren ab. (Manchmal wünsche ich mir, ich wäre eine jener Autoren, die jeden Morgen 5000 Wörter schreiben, dabei die Katze im Schoß und eine Tasse Kaffee in der Hand haben. Dann hätte ich eine bessere Antwort auf diese Frage! Aber ich denke nicht, dass ich jemals diese Art von Mädchen sein werde.)

Gibt es bestimmte Stärken und Schwächen, die du als Autor besitzt?

Ich denke, sie sind dieselben Dinge. Ich schreibe sehr charakterbezogene Geschichten. Ich bin an den Leben normaler Leute interessiert und was ihre Routinen stört, was sie dazu bringen könnte, sich außerhalb ihrer Wohlfühlzonen zu bewegen, was ausschlaggebend ist, dass sie sich verlieben. Ich schreibe keine Geschichten mit komplexen Handlungen und Nebenhandlungen, mit Schießereine und Werwölfen und Explosionen und überraschenden Schwangerschaften … so bin ich einfach nicht.

Das wohl häufigste negative Feedback zu meinen Geschichten ist, dass nichts darin passieren würde! Und dagegen ist nichts einzuwenden. Gebt mir zwei interessante Jungs und eine ungewöhnliche Situation – das bringt mich auf Touren.

Gibt es für dich gewisse Hilfsmittel oder Werkzeuge, die für einen Autor unerlässlich sind?

Eine gute Vorstellungskraft. Lasst mich euch was witziges erzählen – meine Universität weigerte sich, mich an dem Kurs Kreatives Schreiben teilnehmen zu lassen, da ich nicht die passenden Qualifikationen hätte. Stattdessen wählte ich Englische Literatur. Ich promovierte mit 21, meine erste Geschichte wurde veröffentlicht, als ich 25 war. Qualifikationen sind nicht alles! Ich denke, wenn du das Verlangen hast, zu schreiben, übe, lass dir Feedback geben, lerne deine eigene Arbeit zu editieren und schreibe weiter. Alles was du tun musst, um ein Autor zu werden, ist zu schreiben. So simpel ist das.

Wie hast du die Veröffentlichung deines ersten Buches gefeiert?

Mit einem Tattoo! Ich habe eine traditionelle Zigeunerlady auf meinem Schenkel, darunter ist ein Banner mit dem Spruch „alis volat propriis“. Es ist lateinisch für „Sie fliegt mit ihren eigenen Flügeln.“ Es soll mich daran erinnern, Dinge auf meine Weise zu tun und mich von niemanden zurückhalten zu lassen.

 Findest du einen speziellen Typ Mann besonders faszinierend und bindest du ihn häufiger in deine Geschichten ein?

Ich liebe freche Charaktere. Ich habe einige große, dreiste Persönlichkeiten in meiner Backlist. Meine Protagonisten sind eigentlich so ziemlich das absolute Gegenteil zu den Männern, die ich im realen Leben attraktiv finde. Ich könnte Männer wie Liam von „Solitude“ immer wieder schreiben. Er ist unverschämt und zickig und ein wenig böse, aber ich vergöttere ihn! Ich denke, der einzige Charakter, der meinen perfekten Typ Mann widerspiegelt, ist Ryan von „Cricket“.

 Gehörst du auch zu den Autoren, die von der Muse ständig Arschtritte bekommen, vor allem, wenn sie etwas will, das dir aktuell so gar nicht in den Zeitplan passt?

Ich habe viele Ideen, ja. Ich lasse mich von Leuten inspirieren, da ich mir oft vorstelle: „Okay, welche Art von Person wäre wohl in dieser Situation am interessantesten zu schreiben?“ Wenn ich einen engen Zeitrahmen habe, möchte die Muse normalerweise immer, dass ich eine Fanfiktion schreibe!

Wachsen dir manche Protagonisten mehr ans Herz als andere? Wenn ja, welche magst du am liebsten? Gab es ein Paar, das dich in den Wahnsinn getrieben hat?

Oh Gott, ja. Will und Jesse von der Serie „Neue Wege“. Ich träume von ihnen, und sie sind die einzigen meiner Charaktere von denen ich träume. Ich weiß so vieles über sie. Dinge, die es niemals in die Bücher schaffen würden, da sie zu trivial sind. Ich weiß sogar wie sie sterben, da ich meine Gedanken dorthin wandern lies, um es unbedingt herauszufinden. (Ich weinte danach.) Es gibt sogar ein Pärchen im realen Leben, die für mich Will und Jesse sind – Ich sah ein Foto auf Tumblr und hatte eine Art Nervenzusammenbruch, da es meine Jungs waren, die mir entgegenblickten. Ihre Ausdrücke, die Art und Weise wie sie miteinander umgehen, alles war so, wie ich es mir bei Will und Jesse vorgestellt habe.

Wenn du mit einem deiner Protagonisten einen trinken gehen könntest, für wen würdest du dich entscheiden und warum?

Ich würde sagen, Boner von „Jurassic Heart“. Denn er ist lustig, verrück und wild, und seien wir mal ehrlich, ich würde wohl mit ihm Bett landen.

Welcher deiner Charaktere ähnelt dir charakterlich am meisten?

Ich sagte immer Robert von „Tattoos & Teacups“ (Anm.: deutsche Übersetzung: Teeträume vom Cursed Verlag), da er zu dieser Zeit meiner eigenen Persönlichkeit sehr nah kam. Seitdem hat sich viel geändert, und ich sehe viel von mir selbst in George von „That I Should Meet a Prince“. Deshalb lautet meine neue Antwort George!

Hast du schon einmal abfällige / beleidigende Bemerkungen zu deinen Büchern erhalten? Wenn ja, wie hast du darauf reagiert?

Immer wieder, das gehört dazu, wenn man ein Autor ist. Ich denke, es half mir, dass ich vorher Fanfiktions schrieb, da ich konstruktive Kritik gewöhnt war und meine Arbeit aufgrund dieses Feedbacks stetig verbesserte. Eines meiner liebsten Reviews war ziemlich negativ: „Hab kein Interesse daran, eine schwule Version von Eiskalte Engel zu lesen, die mit selbstverliebten, völlig bescheuerten und verrückten Teenagern besiedelt ist. Ich bin zu alt für diesen Scheiß!“ Das war ein Review zu „Les faits accomplis“. Ich las es und dachte mir: „JA! Ganz genau!“ Die Leserin hat perfekt zusammengefasst, worüber das Buch handelt. Wenn das nichts für sie ist, ist das vollkommen in Ordnung. Aber sie erfasste den Kern der Geschichte in ihrem Statement, und das liebte ich!

Letzte Woche veröffentliche DSP die deutsche Übersetzung von deinem Buch Another Way (Andere Wege). Was hat dich inspiriert, dieses Buch zu schreiben?

Nun, es hat lange gedauert, ehe die deutsche Übersetzung des Buches veröffentlicht wurde. Ich habe es vor sechs Jahren geschrieben, weshalb ich mich nicht mehr wirklich daran erinnern kann, was mich dazu brachte, dieses Buch zu schreiben. Es sind aber auf jeden Fall die Charaktere, die mich immer wieder zu dieser Serie hinziehen – ich vergöttere Jesse und Will, sie fühlen sich so real an und anscheinend kann ich die beiden einfach nicht gehen lassen.

Gibt es eine Szene im Buch, die dich während des Schreibens besonders berührte?

Ich denke, es ist die erste Szene von Buch 3 („To Say I Love You“). Jesse joggt und versucht seine Gedanken zu ordnen. Symbolisch läuft er vor seinen Problemen davon, da er einfach nicht weiß, wie er mit den Dingen, die gerade in seinem Leben geschehen, umgehen soll. Da es aber sehr viele emotionale Hochs und Tiefs in dieser Serie gibt, bin ich mir sicher, dass mir manche Leser widersprechen werden.

Was war der am schwersten zu schreibende Charakter in der Neue Wege Serie?

Ich würde sagen, Jesses Dad. Er ist ein sehr ruhiger, engstirniger, introvertierter Mann, und er kann seine Liebe nur sehr schwer zeigen. Deshalb war es auch so schwer, eine offene Kommunikation zwischen ihm und Jesse zu schreiben! Ich mag ihn trotzdem – obwohl er aus den südlichen USA kommt, akzeptiert er Jesses und Wills Beziehung und verteidigt sie vor seinen homophoben Kollegen.

Wenn du einen Titelsong für dein Buch aussuchen müsstest, welcher wäre es?

Das ist leicht! „Forever“ von Ben Harper. Ich dachte, ich hätte ein Zitat von diesem Lied in einem der Bücher dieser Serie erwähnt, aber ich hab es gerade geprüft und anscheinend war dem nicht so. Das Lied „Walk Away“, auch von Ben Harper, hat den ersten Band dieser Serie sehr beeinflusst.

Am 22. Juni wurde dein Buch Devil’s Food at Dusk veröffentlicht, das aus einer Zusammenarbeit mit M.J. O’Shea entstand. Kannst du uns ein wenig darüber erzählen?

Oh, es machte so viel Spaß, diese Bücher zu schreiben. Es ist der dritte Band einer dreibändigen Kollektion, die wir „Just Desserts“ nennen. Die drei Bücher sind „Macarons at Midnight“, das in einer Bäckerei im West Village in New York spielt, „Souffles at Sunrise“, die über eine Reality Backshow in LA handelt, und „Devil’s Food at Dusk“, das in einem kleinen Kaffee im French Quarter von New Orleans spielt. Jedes Buch hat seinen eigenen Standort und seine eigenen Charaktere, aber sie alle verlieben sich und backen, und es gibt auch ein paar tolle Rezepte in den Büchern! MJ ist eine gute Freundin von mir, weshalb das Schreiben mit ihr fantastisch war.

Sind weitere Reihen oder Einzelbände in dem Genre BDSM geplant?

Ja, plane ich. Ich habe geplant, dass die Serie „Neue Wege“ fünf Bücher beinhaltet. Es wird ein weiteres Buch aus der Sicht von Jesse geben, dann eine Fortsetzung aus Wills Sicht. Ich habe fest beabsichtigt, diese Bücher zu schreiben, aber ich habe keine Ahnung, wann das genau sein wird. Mein Leben als Autor und auch darüber hinaus, ist zur Zeit sehr stressig.

Was fiel dir in deinem letzten Buch am schwersten?

Ich bin mir nicht sicher. Für mich ist es meist am schwierigsten über die fünfzehn- bis zwanzigtausend Wörter hinauszukommen und das ganze Wirrwarr an Ideen in eine schlüssige Geschichte zu bringen. Ich beginne meist mit einem Buch, lasse es dann für eine Weile ruhen, arbeite wieder daran und beende es dann.

Zu guter Letzt. Woran arbeitest du zur Zeit?

Zur Zeit an nichts Solidem. Ich versuche mir gerade selbst beizubringen, ein Drehbuch zu schreiben, und nage an „The Impossible Boy“ – das ist das Buch, an dem ich bereits seit zwei Jahren schreibe. Ich habe ein paar andere Plot Bunnies, aber ich weiß noch nicht, welches davon mein nächstes Projekt sein wird.

Ein großes Dankeschön an alle, die diese Fragen eingeschickt haben. Ich hoffe, ihr genießt die deutsche Übersetzung von „Andere Wege“ und all die anderen fantastischen deutschen Übersetzungen von Dreamspinner Press.

BDSM and Character Driven Romance with Anna Martin

July 9, 2015

A big thank you to Anna Martin, who agreed to do this interview and answer the questions of her readers. I also want to thank you, the readers, who came up with the questions and thus made this interview possible.

AnotherWay

Thank you Corina for translating for me! Although I studied some German at school the only phrases my tiny brain has retained are “Ich bin 12 jahre alt”  and “Es is windig.” Neither of which have been particularly useful to me as an adult.

First of all, name one thing readers would be surprised to know about you.

I did a post-graduate degree in Stage Management and Technical Theatre, and as part of that I became a qualified electrician. At one point I had to make a choice between my career in theatre and my career as a writer, because both were simmering on the verge of being successful. I’ve worked at the Edinburgh Fringe Festival (which is one of the biggest theatre festivals in the world) for the past 7 years, so I still get to dust off those skills every now and again. Even though I love the theatre I think I made the right choice! ;)

What made you start writing M/M novels? How long have you been writing, and was it a long process to become a published author?

I was introduced to M/M via fan fiction about thirteen years ago. I started writing Harry Potter ‘missing scene’ fan fiction stories, and that spiraled to Harry/Draco stories, and the rest is history I suppose! I’ve been making up stories since I was a little kid, these days I just write them down.

I’ve never been able to figure out what the draw of M/M romance is to me. I think it might have something to do with how it seems like there are so many unexplored avenues. If I come up with a concept for a M/M story, I can be fairly certain it hasn’t been done before, or if it has, I can put a new twist on it.

I was incredibly fortunate with getting ‘Another Way’ published. A dear friend of mine, Tia Fielding, was already published with Dreamspinner Press and suggested I submit the novel to them. And they took it! Four years and fifteen novels later, and here we are.

I hope this question is not too personal; if yes you of course don’t have to answer it. How do you unite your writing with your private life (family, friends, partner, etc.) without neglecting anyone or anything?

I don’t have any friends.

Ha!

Well, I have a full time job in marketing, so my writing life has to fit in and around that. In a way I’m lucky, because I write fairly quickly. I wrote ‘Summer Son’ in five weeks and ‘That I Should Meet a Prince’ (which is coming out in English later this year) in about nine weeks.

I’m also single, childless, and live on my own, so that probably helps!

I’ve never felt like I was at war with myself, trying to fulfill my desire to write and earn a living at my day job and make time for my friends. I’m a very lucky person.

Do you work at several books at the same time or do you rather focus on one?  How long does it take you on average to write a story and what does your daily writing routine look like?

I don’t have an answer to this. Sometimes I’m working on two or even three books at a time. Sometimes it’s one or none. I’ve written a book in a month and I’ve been working on one for almost two years. I don’t have a routine at all. I suppose the closest thing I have to a routine is writing in the evenings, because of that darned day job, and editing in coffee shops where I can’t be distracted by tumblr. But it really depends on a lot of different factors. (Sometimes I wish I was one of those writers who writes five thousand words every morning with her cat at her feet and a mug of coffee at her elbow, then carries on with her day. Then I’d have a better answer to this question! But I don’t think I’ll ever be that girl.)

What would you say are your strengths and weaknesses as an author?

I think they’re the same thing, actually. I write very character-driven novels. I am interested in the lives of normal people and what upsets their routines, what makes them step outside of their comfort zones, what makes them fall in love. I don’t write stories with complex plots and sub-plots and gunfights and werewolves and explosions and surprise pregnancies… it’s just not who I am.

Probably the most consistent negative feedback I get on my novels is “nothing ever happens!!!” and that’s fair. Give me two interesting guys and an unusual situation any day — that’s what makes me tick.

What tools do you feel are must-haves for writers?

A good imagination. Here’s a fun story – my university refused to let me take a Creative Writing degree because I didn’t have the right qualifications. Instead I took English Literature. I graduated aged 21, and had my first novel published at 25. So qualifications aren’t everything! I think if you’ve got the desire to write, then practice get feedback, learn how to edit your own work, and write some more. All you have to do to be a writer is write. It’s that simple.

How did you celebrate the sale of your first book?

With a tattoo! I have a traditional gypsy lady on my thigh with ‘alis volat propriis’ on a banner underneath – it’s Latin for ‘she flies with her own wings’. It was my reminder to myself to do things my way and not let anything hold me back.

Is there any specific type of man that fascinates you more than others? If yes, do you often tend to use that type in your stories?

I love bold characters. I’ve got quite a few big, brash personalities in my backlist! The men I’m drawn to writing are actually quite different to the men I’m attracted to in real life. I could write men like Liam from ‘Solitude’ forever. He’s sassy and bitchy and a little bit mean, and I adore him! I think the only time I’ve ever written a character who is my perfect ‘type’ of man is Ryan from ‘Cricket’.

Are you one of the authors that get kicked by their muse all of the time, especially when she wants something that doesn’t really fit into your writing timetable in that situation?

I have a lot of ideas, yeah. I get inspired by people, by thinking ‘okay, so what sort of person would be really interesting to write in this situation?’ Generally when I’m working to a tight timescale my muse wants me to write fan fiction!!

Do some protagonists grow dear to your heart more than others? If yes, which are the ones you like best?

Oh, God, yes. Will and Jesse from the Another Way series. I dream about them, and they’re the only characters I’ve ever written that I dream about. I know so, so much about them. Stuff that would never make it into the books because it’s so trivial. I also know how they die, because I had to let my mind go there and find out. (I cried a lot afterwards.) There’s also a real-life couple out there who I see as Will and Jesse – I saw a picture of them on tumblr and had something of a nervous breakdown because it was my boys looking back at me. Their expressions, the way they connected to each other, everything was just how I imagine Will and Jesse to be.

If you could have a drink with any of your book’s fictional character who would it be? Why?

I’m going to say Boner from ‘Jurassic Heart’. Because he’s fun and crazy and wild and let’s face it, I’d probably end up in bed with him.

Which character do you think most closely resembles your own personality?

I always used to say Robert from ‘Tattoos & Teacups’, because at the time he was very much a reflection of me. I’ve changed quite a lot since then though, and I ended up pouring a lot of myself into George from ‘That I Should Meet a Prince’. So my new answer to this question is George!

Have you ever got insulted because of your books? Or have your books ever got insulted? If yes, how did you react to it?

All the time, it’s part of being a writer. I think this is where my background in fan fiction has helped me a lot, actually, because I’m used to constructive criticism and amending my work  based on feedback. One of my favourite reviews ever was fairly negative: “No desire to read a gay Cruel Intentions populated with self indulged batshit crazy teenagers. I’m way too old for this shit.“ – this was for ‘Les faits accomplis’. I read it and just thought “Yes!! Exactly!” The reader just perfectly summed up what the book is about. If it’s not for her then that’s absolutely fine. But she captured the essence of the book with that statement, and I love it.

Last week DSP published the german translation of Another Way. What inspired you to write this novel?

Well, it’s taken a while to get the German translation of this book; I wrote it originally about six years ago! So I can’t quite remember exactly what made me want to write the book at first. It’s definitely the characters that keep me coming back to the series though – I completely adore Jesse and Will, they feel very real to me and I don’t seem to be able to leave them alone.

What was the most touching scene to write in this series?

I think it’s probably the opening scene of book 3 (‘To Say I Love You’). Jesse is jogging and going over stuff in his mind. He’s literally running away from his problems because he doesn’t know how to cope with what’s going on in his life. There’s quite a lot of emotional highs and lows in the series though, so I’m sure some of my readers will disagree with me!

Who was the most difficult character to write in the Another Way series?

I’m going to say Jesse’s dad. He’s a very quiet, insular, introverted sort of person, and he doesn’t show affection very well. So trying to write any sort of open communication between him and Jesse is difficult! I like him though – despite being from the southern US he’s very okay with Jesse and Will’s relationship and defends them from his homophobic peers.

If you had to pick a theme song for the series, what would it be?

This one is easy! ‘Forever’ by Ben Harper. I thought I’d used a quote from this song in the front of one of the books from the series, but I’ve just checked and apparently not! The song ‘Walk Away’, also by Ben Harper, was very influential on the first book.

Your novel Devil‘s Food at Dusk, a collaboration with M.J. O’Shea,  was released on 22 June. Can you tell us a little bit about it?

Oh, those books were so much fun. It’s the third book in a three-part collection we called ‘Just Desserts’. The three books are ‘Macarons at Midnight’, which is set in a bakery in the West Village in New York, ‘Souffles at Sunrise’, which is all about a reality TV baking show in LA, and ‘Devil’s Food at Dusk’, set in a tiny café in New Orleans’ French Quarter. Each book has its own location and set of characters, but they’re all about falling in love and baking and there’s some great recipes in the books too! MJ is a great friend of mine so getting to write with her was fantastic.

Are you planning to write more series or novels dealing with BDSM?  

The short answer is yes. I originally planned for Another Way to be a five part series. There’s one more book from Jesse’s POV, then a prequel told from Will’s POV. I have every intention of writing these books but I have absolutely no idea when I’ll have chance to do so. My life both as a writer and beyond is very busy at the moment!

What was the hardest thing about writing your latest book?

I’m really not sure. Usually for me the hardest point is getting past 15-20 thousand words and turning a whole jumble of ideas into a coherent story. I tend to start writing a book, then abandon it, then come back and finish it!

Last but not least: What are you currently working?

Nothing solid at the moment, actually. I’m currently teaching myself how to write a screenplay and I’m still chipping away at ‘The Impossible Boy’, which is a novel I’ve been working on for about two years at this point. I’ve got a few other “plot bunnies” but I’m not sure which one will turn into my next project!

Thank you to everyone who sent in questions – I hope you enjoy the German translation of Andere Wege and all the other fantastic German language titles from Dreamspinner Press.

Serena Yates: Sexy Book Covers, Favorite Genres, and More!

July 7, 2015

Serena Yates chats with blog readers today!

Tell us how you choose those sexy book covers for your Workplace Encounters series!

They all start with the main character in each book, who initially only exists in my brain. Then I complete a cover spec questionnaire which goes to the Dreamspinner Press art department. And that is where the “magic” starts. Honestly—I can’t take all the credit, simply because L/C. Chase, the brilliant cover artist who has been working with me on this series, must be a mind reader. She takes the questionnaire, comes up with some wonderful alternatives for me to choose from, and most of the time the first model she picks is exactly the man I was looking for. Magic, I tell you!

Baker[The]SM                        ElevatorMechanic[The]SM                          Bricklayer[The]SM                         Carpenter[The]SM                        Chauffeur[The]SM                          ShipEngineer[The]SM                                                                                                                                                         
Your new novella in the Workplace Encounters series, The Baker, features a Scottish baker donning a kilt. What inspired you to write his character?

I’ve been wanting to write another book with a main character in a kilt for quite a while. So I started with “I need a man of Scottish descent” who is also a baker. Ian Wallace “popped” into my head (yes, he was wearing a kilt!) and I started asking him questions. What do you like baking? Where do you live and work? What is your family like? Who is your ideal man? As usual, one thing led to another and “The Baker” was born.

Do you have a favorite couple in your Workplace Encounters series?

I don’t think I do – I like them all. I think Joe and Bill from The Elevator Mechanic will always be special because they were the first… But each new couple is special in their own way. I’d love to hear from readers if they have a favorite and who that might be!

What are five of your favorite gay romance reads and briefly share why.

I don’t think I can narrow it down to only five. I LOVE reading gay romance, and it depends on my mood which type of book I go for. One of my favorites is definitely the sweet contemporary romance, but dark and angsty has its place in my TBR too. I could never write like that, but occasionally I like to read the tortured characters some authors do so well. Then there is BDSM. Another genre I don’t think I will write (but you never know), but I definitely enjoy reading all types of stories involving power exchange. Then there are the shifters, vampires, aliens, magic wielders of all descriptions…The list is endless and it never seems as if I have enough time to read everything I want to.

 What is one thing you waste time on when you should be writing?

This is embarrassing…. I love to play computer games. My biggest weakness (and longest-standing addiction) is Civilization. I am currently exploring Civilization V and don’t think I’ll get bored anytime soon. But I have to admit I love playing Minecraft too – it’s all my thirteen-year-old niece’s fault that one!

Publishing Advice and Secret Confessions with Mary Calmes

July 5, 2015

A big thank you to Mary Calmes, who agreed to do this interview and answer the questions of her readers. I also want to thank you, the readers, who came up with the questions and thus made this interview possible.

I just wanted to thank everyone for the marvelous questions and to the lovely Corina for putting this together.

First of all, name one thing readers would be surprised to know about you.

That I cannot cook at all not even a little. Rhys Ford came to try and help me and gave up and cooked for my family herself. They did not want her to leave.

While being all busy with writing, do you even find the time to read? What are your favorite books you can read again and again?

I read romance novels over and over, some old ones with Scottish Highland lairds and blushing, virginal English brides, but mostly, for a few years now, I either read nonfiction or gay romances. I have favorites that I’ve read many times, like Sinner’s Gin by Rhys Ford or Dex In Blue by Amy Lane, Under The Skin but Bennet and Tachna, Hot Head by Damon Suede, and many, many more.

What made you start writing M/M novels? How long have you been writing, and was it a long process to become a published author?

I knew I wanted to be a writer when I was 12 years old, and that’s when I first started writing, but it wasn’t until I was older that I knew that I wanted to create romance. The world can be a scary, dark place and romance soothes the soul. So I started to write the traditional boy meets girl dynamic but everything I wrote fell flat. There was just no feeling behind it and it didn’t feel like it had any life. During this time I read The Catch Trap by Marion Zimmer Bradley which had a profound effect on me. Before that any other gay centered story I read had a sad, horrific ending. But in Bradley’s vision, there was happiness. It was a long road to get there, but I loved it so much. Then I read What Love Means to You People by Nancy Kay Shapiro. That was another, long painful road, but it had a good ending. I was sold. I decided that this was what I wanted to write.

When I finished my first story, which was A Matter of Time, I did what I thought you did and looked for an agent. I sent out queries and no one wanted anything to do with Jory. I finally realized that traditional publishing, agent to publisher to Barnes & Noble, was not in the cards for me. E-books were just starting to get big then so I decided to find a publisher and go the digital way. Before Dreamspinner, I was with the wrong publisher so my advice is, always do your research. My first publisher was not a good fit for me in any way so I was lucky that when I finished Change of Heart, that I decided to look for a new one and found Dreamspinner. I’ve been so fortunate since then.

I hope this question is not too personal; if yes you of course don’t have to answer it. How do you unite your writing with your private life (family, friends, partner, etc.) without neglecting anyone or anything?

I don’t.  I wish I could. I do a terrible job of balancing work and my family and when my son was four he said his Mommy couldn’t play with him because she had to push buttons. Broke my heart. But writing is how I take care of my family so it’s that classic dilemma. My husband is extremely supportive and is very proud of me but sometimes I do get the whole, if the deadline isn’t imminent you better come out to dinner with us, ultimatum. I need to figure out a better way to do this all but my time management skills are just abysmal.

When you write a book, do you plan it before you start writing or do you let things just develop themselves? Do you plan a book series in advance or do you take things as they come?

There are plotters and pantsers and some people who are a little of both. I am ONLY a pantser. I wish I could plot at all but basically I name my characters and just start writing and hope I figure out something along the way. I mean I have a general idea, like where the characters are now and where I want them to be at the end of the book. But beyond that, I think it up as I go along.

Do you work at several books at the same time or do you rather focus on one? 

I used to write several at once but with my deadlines so tight lately, I haven’t had the luxury of working on 2 at once. I prefer to do 2 at once because if one slows down, you can jump to the other.

How long does it take you on average to write a story and what does your daily writing routine look like?

It really depends. I would love it to take 2 months to write a book but right now it’s averaging one a month and that’s a little fast for me. I’m better with 2 months for a novel and one for a novella. I prefer a more leisurely pace. The faster I write something, the longer the edits take. If it takes longer, my edit it shorter which makes sense because there’s less to fix.

Which novel or series did you enjoy writing the best? Did one of them give you sleepless nights?

To date, I’ve enjoyed writing my marshals the most. I like the banter between my two heroes and I enjoy figuring out what they’re going to do next. I never have sleepless nights because I don’t’ really sleep much. Whenever I see those commercials about people who need to take medicine to sleep, I’m amazed. I can fall asleep if I sit still too long. I’m always ready to fall asleep.

Are there particular songs you like to hear during the writing?

It depends on the story. For A Matter of Time, I listened to a lot of trance music. For my warders, I listened to a lot of Jazz, so it really depends.

Is there any specific type of man that fascinates you more than others? If yes, do you often tend to use that type in your stories?

I like big strong silent men who take a long time to figure out they’re in love but once they do, they fall hard and completely. Possessive, growly, grouchy, gentle men who need to be loved are my favorite and in my books they’re known as my alphas. I would say that Rand Holloway from Timing, Sam Kage from A Matter of Time, Logan Church from Change of Heart and Ian Doyle from All Kinds of Tied Down all fall into that category.

Are you one of the authors that get kicked by their muse all of the time, especially when she wants something that doesn’t really fit into your writing timetable in that situation?

I am. Whatever I’m writing at the time, I always want to be writing something else. That ALWAYS happens. It’s those little plot bunnies that come hippity-hopping into your thoughts without me wanting them at all. It’s very frustrating.

Do some protagonists grow dear to your heart more than others? If yes, which are the ones you like best? Did one couple drive you to insanity?

Lately I have fallen in love with Lazlo Maguire who is the hero of my next Mangrove book, Easy Evenings. I enjoyed writing his novella more than the others. Sometimes I can see beyond the end of the book, I can see a character’s whole life and that’s when I know I love him best. Like Weber from Frog, I could write every day of his life and be happy doing it. My couples don’t drive me insane because I always know where the relationship is going and I know that the characters are in love.

If you could have a drink with any of your book’s fictional characters who would it be? Why?

I’m not much of a drinker, but I’d love to go out for coffee with Nate from Acrobat. We’re both English majors, we like all the same movies, and he’d go shopping with me for stuff for the house. He’s very kind and soothing to be around.

Which character do you think most closely resembles your own personality?

Sam Kage is most like me, bossy, loud, a little selfish, hates change, and wants the people he loves to listen to him.

Have you ever got insulted because of your books? Or have your books ever got insulted? If yes, how did you react to it?

I’ve been on the receiving end of some scathing reviews but not insulted. Everyone is entitled to their own opinion so I can’t fault them.

Last week DSP published the German translation of Acrobat. What inspired you to write this novel?

There’s a picture, it’s called Parallel Dreams by Steve Walker. In the painting, two men are sleeping and the first time I saw it I thought, I wonder what the story is there? Steve Walker used to license some of his paintings for use with Dreamspinner Press books and so I immediately asked if we could use it for the cover. Sadly, Steve passed away earlier in 2012 and I remember being so sad when I found that out. Anne Cain, the artist who did the cover of my book was friends with Steve and so she painted the cover of my book as a homage to him. She has a touching note at the front of my book.

What was the most touching scene to write in this novel?

For me the most touching scene is when Nate and Dreo and Michael are all on the couch together having a family night at home. I really love that one.

Would you say there was one character whose muse was the loudest, or dictated more of the story?

Because I write everything, so far, in first person except for 1 novel and 1 novella, the main character is always the voice I hear the loudest because I am in his head. So for this novel, that was Nate Qells, English professor by day, babysitter by night. J

If you had to pick a theme song for the novel, what would it be?

Worrisome Heart by Melody Gardot. I listened to a lot of jazz while I was writing Acrobat but that song in particular stands out because it’s about needing someone to love you for all your flaws not just the good parts.

Are you planning to write more series about paranormal topics such as shapeshifters, vampires, demons, etc? 

I have the last warder book to write and am currently wrapping up my L’Ange series but actually my plan is to give the paranormal a rest for a while. The world building is exhausting so I’m going to take a very long break from it. I may do more but at the moment I can’t imagine it.

Have you ever thought about collaborating with other authors and writing books together with them?

I have written anthologies with other authors but as far as writing with another author the only person I’ve collaborated with has been Cardeno C. I drove CC nuts as CC is a plotter, but we made it out alive, still the best of friends.

Last but not least: What are you currently working on?

Right now I am writing the last in my L’Ange series and after that I have to jump right into Conrad’s book which is the sequel to Mine.

Again I wanted to thank you so much for all the wonderful questions.

German Interview with Mary Calmes

July 5, 2015

Ich bedanke mich herzlich bei Mary Calmes, die sich bereit erklärt hat, an diesem Interview teilzunehmen und euch Lesern Frage und Antwort zu stehen. Auch ein großes Dankeschön an euch Leser, denn ohne euch wäre dieses wunderbare Interview nicht zustande gekommen.

Ich möchte allen für diese fabelhaften Fragen danken, und auch der reizenden Corina, die dieses Interview ermöglichte.

Zuallererst: Verrate etwas über dich, das deine Leser überraschen würde.

Ich kann nicht kochen, nicht mal ein bisschen. Rhys Ford kam mal zu mir und versuchte mir zu helfen, gab dann aber auf und kochte selbst für meine Familie. Sie wollten nicht, dass sie wieder nach Hause fuhr.

Findest du neben dem Schreiben noch Zeit, um zu lesen? Was sind deine Lieblingsbücher, die du immer wieder lesen könntest?

Ich lese Liebesromane immer und immer wieder, manchmal alte, mit schottischen Hochlands-Gutsherren und errötenden, jungfräulichen englischen Bräuten, aber seit ein paar Jahren lese ich meist Sachliteratur oder schwule Romanzen. Ich habe ein paar Lieblingsbücher, die ich schon sehr oft gelesen habe, wie Sinner’s Gin von Rhys Ford oder Dex In Blue von Amy Lane, Under The Skin von Bennet und Tachna, Hitzkopf von Damon Suede, und viele, viele mehr.

 Was hat dich dazu gebracht, M/M Romanzen zu schreiben? Wie lange schreibst du schon und wie lange hat es gebraucht, bis du von einem Verlag publiziert wurdest?

Ich wusste bereits mit 12 Jahren, dass ich eine Autorin sein möchte, und da begann ich zu schreiben, aber erst später wurde mir bewusst, dass ich Romanzen schaffen möchte. Die Welt kann ein erschreckender, dunkler Ort sein, und Romantik beruhigt die Seele. Deshalb fing ich an, die traditionelle Junge trifft Mädchen Dynamik zu schreiben, aber alles fühlte sich platt an. Es gab kein Gefühl dahinter und es wirkte, als hätten diese Geschichten kein Leben in sich. Während dieser Zeit las ich The Catch Trap von Marion Zimmer Bradley, die einen tief greifenden Effekt auf mich hatte – dort gab es Glück. Es war ein langer Weg bis dorthin, aber ich liebte es so sehr. Dann las ich What Love Means to You People von Nancy Kay Shapiro. Das war ein weiterer langer und schmerzhafter Weg, aber es gab ein schönes Ende. Ich war begeistert und entschied, dass es genau das war, was ich schreiben wollte.

Als ich meine erste Geschichte beendet hatte, was A Matter of Time war, tat ich das, was ich dachte, was man tun sollte, und suchte nach einen Agenten. Ich sendete Anfragen, aber niemand wollte etwas mit Jory zu tun haben. Erst da begriff ich, dass eine traditionelle Veröffentlichung, Agent zu Herausgeber zu Barnes & Noble, bei mir nicht funktionieren würde. E-Books wurden zu der Zeit gerade angesagt, deshalb entschied ich, einen Verlag zu finden und den digitalen Weg zu gehen. Vor Dreamspinner war ich bei einem für mich falschen Verlag, deshalb mein Rat an euch: Recherchiert immer. Mein erster Verlag war in keinem Weg passend für mich, deshalb entschied ich mich, als ich Wandel des Herzens fertiggeschrieben hatte, nach einem neuen Verlag zu suchen und fand Dreamspinner. Und ich bin noch immer glücklich mit dieser Entscheidung.

Ich hoffe, die Frage ist nicht zu privat, wenn ja, musst du natürlich nicht darauf antworten: Wie vereinst du deine Liebe zum Schreiben mit deinem Real Life (Familie, Freunden, dem Partner etc.), ohne dass einer dabei zu kurz kommt?

Das kann ich nicht, obwohl ich es mir wünsche. Ich bin schrecklich, darin eine Balance zwischen Arbeit und meiner Familie zu finden, und als mein Sohn vier war, sagte er, dass seine Mommy nicht mit ihm spielen könnte, da sie die Knöpfe drücken müsste. Das brach mir mein Herz. Aber mit dem Schreiben versorge ich meine Familie, also ist es das klassische Dilemma. Mein Ehemann ist sehr unterstützend und auch sehr stolz auf mich, aber manchmal bekomme ich trotzdem das “Wenn deine Deadline nicht nah ist, bewegst du deinen Hintern raus und isst mit uns zu Abend”-Ultimatum zu hören. Ich weiß, dass ich eigentlich einen Weg finden sollte, um eine gute Balance zu schaffen, aber meine Fähigkeit für Zeitmanagement ist einfach nur miserable.

Legst du dir schon einen Plot (mit vorgegebenen Situationen) zurecht bzw. weißt du schon zu Beginn wie deine Protagonisten gestrickt sind, oder agierst du während des Schreibens spontan?

Es gibt Leute, die ihren Plot ausarbeiten und andere, die einfach drauf losschreiben, und es gibt Autoren, die ein bisschen von beidem sind. Ich schreibe NUR drauf los. Ich wünschte, ich könnte schon vorher meinen Plot ausarbeiten, aber normalerweise gebe ich meinen Charakteren ihre Namen und beginne mit dem Schreiben und hoffe, dass ich mir dann über die Geschichte klar werde. Ich meine, ich habe eine Idee, wie z. B. wo die Charaktere gerade stehen und wo ich sie am Ende des Buches haben will. Aber darüber hinaus, entscheide ich alles während des Schreibprozesses.

Schreibst du an mehreren Büchern gleichzeitig oder konzentrierst du dich lieber nur auf eines?

Ich schreibe normalerweise an mehreren gleichzeitig, aber da meine Deadlines neuerdings so knapp sind, kann ich mir den Luxus, an zwei Geschichten auf einmal zu arbeiten, nicht leisten. Ich bevorzuge es aber an zwei Büchern gleichzeitig zu schreiben, denn falls es bei einer Geschichte schleppend vorangeht, kann man sich auf die andere konzentrieren.

Wie lange schreibst du durchschnittlich an einer Geschichte und wie sieht dein Schreiballtag im Allgemeinen aus?

Es kommt drauf an. Ich hätte gern, dass ich zwei Monate brauche, um ein Buch zu schreiben, aber zur Zeit brauche ich durchschnittlich einen Monat, aber das ist ein wenig schnell für mich. Ich würde mich besser fühlen, wenn ich für ein Buch zwei Monate Zeit hätte und für eine Kurzgeschichte einen Monat. Ich bevorzuge ein gemächliches Tempo. Je schneller ich etwas schreibe, umso länger braucht die Überarbeitung. Wenn ich länger an einem Buch schreibe, ist die Überarbeitungszeit kürzer, was Sinn macht, da man weniger ausbessern muss.

Welches Buch oder welche Serie hast du am liebsten geschrieben? Hat dir eines deiner Bücher schlaflose Nächte bereitet?

Bislang habe ich es am meisten genossen, meine Marshals zu schreiben. Ich mag das Geplänkel zwischen meinen beiden Helden und ich liebe es mir vorzustellen, was sie wohl als Nächstes tun würden. Ich hatte nie schlaflose Nächte, da ich im Allgemeinen schlafe sehr wenig. Wenn ich diese Werbungen sehe, wo Leute Medikamente nehmen, um schlafen zu können, bin ich verblüfft. Ich kann einschlafen, wenn ich nur zu lange still sitze. Ihr seht, ich bin immer bereit, einzuschlafen.

Gibt es bestimmte Lieder, die du während des Schreibens gerne hörst?

Das kommt auf die Geschichte an. Bei A Matter of Time hörte ich viel Trance Music. Bei meinen Wärtern hörte ich viel Jazz.

Findest du einen speziellen Typ Mann besonders faszinierend und bindest du ihn häufiger in deine Geschichten ein?

Ich liebe große, schweigsame Männer, die lange brauchen ehe sie bemerken, dass sie verliebt sind, aber wenn sie es dann verstanden haben, sich vollkommen darauf einlassen. Besitzergreifende, murrende, griesgrämige, sanfte Männer, die es brauchen geliebt zu werden sind meine Lieblinge, und in meinen Büchern kennt man sie als meine Alphas. Ich würde sagen, dass Rand Holloway von Timing, Sam Kage von A Matter of Time, Logan Church von der Serie Change of Heart und Ian Doyle von All Kinds of Tied Down in diese Kategorie fallen.

Gehörst du auch zu den Autoren, die von der Muse ständig Arschtritte bekommen, vor allem, wenn sie etwas will, das dir aktuell so gar nicht in den Zeitplan passt?

Bin ich. Was auch immer ich schreibe, ich will zur selben Zeit etwas anderes schreiben. Das passiert STÄNDIG. Das sind diese kleinen Plot-Bunnies, die sich in deine Gedanken hoppeln, obwohl man es nicht möchte. Es ist wirklich frustrierend.

Wachsen dir manche Protagonisten mehr ans Herz als andere? Wenn ja, welche magst du am liebsten? Gab es ein Paar, das dich in den Wahnsinn getrieben hat?

Zuletzt habe ich mich in Lazlo Maguire verliebt, der der Held in meiner nächsten Mangrove Geschichte Easy Evenings ist. Ich habe es mehr genossen seine Kurzgeschichte zu schreiben als die der anderen. Manchmal kann ich über das Ende des Buches hinausblicken, kann das gesamte Leben des Protagonisten erkennen und das zeigt mir, dass ich ihn am meisten liebe. Wie Weber von Frog. Ich könnte jeden Tag seines Lebens aufschreiben und wäre dabei glücklich. Meine Paare treiben mich nicht in den Wahnsinn, da ich weiß, wie sich die Beziehung entwickeln wird und dass sich die beiden lieben.

Wenn du mit einem deiner Protagonisten einen trinken gehen könntest, für wen würdest du dich entscheiden und warum?

Ich bin kein großer Trinker, aber ich würde gerne mit Nate von Acrobat einen Kaffee trinken gehen. Wir haben beide Englisch studiert, lieben dieselben Filme und er würde mich zum Einkaufen begleiten um neue Sachen fürs Haus zu finden. Er ist sehr nett und seine Anwesenheit beruhigend.

Welcher deiner Charaktere ähnelt dir charakterlich am meisten?

Sam Kage ist mir ähnlich. Er ist herrisch, laut, ein wenig egoistisch, hasst Veränderungen und will, dass die Menschen, die im wichtig sind, auf ihn hören.

Hast du schon einmal abfällige / beleidigende Bemerkungen zu deinen Büchern erhalten? Wenn ja, wie hast du darauf reagiert?

Ich musste schon ein paar verletzende Reviews einstecken, wurde aber nie beleidigt. Jeder ist berechtigt, eine eigene Meinung zu haben, und daran habe ich nichts auszusetzen.

Letzte Woche veröffentliche DSP die deutsche Übersetzung von deinem Buch Acrobat (Seiltänzer). Was hat dich inspiriert, dieses Buch zu schreiben?

Es gibt ein Gemälde mit dem Namen Parallel Dreams von Steve Walker. In diesem Bild schlafen zwei Männer, und als ich es das erste Mal sah, dachte ich darüber nach, was wohl die Geschichte dahinter sein könnte. Steve Walker bewilligte bei manchen Bildern, dass Dreamspinner Press diese verwenden könnte, weshalb ich sofort anfragte, ob es mein Cover werden könnte. Traurigerweise starb Steve Anfang 2012 und ich erinnere mich noch immer daran, wie traurig ich darüber war. Anne Cain, die Künstlerin, die das Cover für mein Buch gestaltete, war mit Steve befreundet, und so malte sie es als Hommage an ihn. Ganz vorn in meinem Buch gibt es eine berührende Anmerkung von ihr.

Gibt es eine Szene im Buch, die dich besonders berührte?

Die für mich berührendste Szene war, als Nate, Dreo und Michael zusammen auf der Couch saßen und einen Familienabend zu Hause genossen. Ich liebte diese Szene.

Würdest du sagen, dass die Muse eines bestimmten Charakters lauter schrie oder mehr Teile der Story diktierte als die eines anderen?

Da ich alle meine Bücher in der 1. Person schreibe, mit Ausnahme von einem Roman und einer Kurzgeschichte, ist es der Hauptcharakter, dessen Stimme ich immer am lautesten höre, da ich in seinem Kopf stecke. Bei diesem Buch war es Nate Qells, Englischprofessor am Tag, Babysitter in der Nacht. J

Wenn du einen Titelsong für dein Buch aussuchen müsstest, welcher wäre es?

Worrisome Heart von Melody Gardot. Ich hörte viel Jazz während ich Acrobat schrieb, aber dieses Lied ragt hervor, denn es handelt davon, dass man jemanden auch für seine Fehler lieben muss, und nicht nur für die guten Seiten, die man hat.

Sind weitere Reihen in dem Genre „paranormal“ geplant? Also Gestaltwandler, Vampire, Dämonen oder Ähnliches?

Ich muss das letzte Wächter-Buch schreiben und bringe zur Zeit meine L’Ange Serie zum Abschluss. Danach will ich das paranormale Genre eine Weile ruhen lassen. Das Bauen dieser Welten ist ermüdend, weshalb die Pause wohl länger dauern wird. Ich werde später vielleicht wieder mehr in diesem Genre schreiben, aber zur Zeit kann ich es mir nicht vorstellen.

Hast du schon mal mit dem Gedanken gespielt, mit einem anderen Autor/in an einem gemeinsamen Projekt zu schreiben?

Ich schrieb Anthologien mit anderen Autoren, aber mit einem anderen Autor an einem Buch zu schreiben, geschah nur mit Cardeno C. Ich trieb sie in den Wahnsinn, denn sie plant ihre Plots, aber wir haben beide haben es heil überstanden und sind noch immer Freunde.

Zu guter Letzt. Woran arbeitest du zur Zeit?

Zur Zeit schreibe ich am letzten Band meiner L’Ange Serie, und danach stürze ich mich auf Conrads Buch, was das Sequel zu Mine wird.

Noch einmal möchte ich mich herzlich für all die wundervollen Fragen bedanken.

German Interview with Ariel Tachna

June 21, 2015

Ich bedanke mich herzlich bei Ariel Tachna, die sich bereit erklärt hat, an diesem Interview teilzunehmen und euch Lesern Frage und Antwort zu stehen. Auch ein großes Dankeschön an euch Leser, denn ohne euch wäre dieses wunderbare Interview nicht zustande gekommen.

Ariel: Erstens, das sind großartige Fragen. Ich danke allen Lesern, die sie vorgeschlagen haben. Und ich hoffe, meine Antworten sind genauso interessant wie die Fragen an sich.

Was hat dich dazu gebracht, M/M Romanzen zu schreiben?

2004 war ich aktives Mitglied in einer Der Herr der Ringe Yahoo-Gruppe, die den Büchern gleichermaßen – wenn nicht sogar ein wenig mehr – wie auch den Filmen gewidmet war. Ein anderes Mitglied erwähnte Fanfiktions. Hoffnungslos naiv fragte ich: „Was sind Fanfiktions?“ Und die Person antwortete, das wären von Fans geschriebene Geschichten im Universum eines anderen Autors. Ich war fasziniert. Wisst ihr, ich war total in Aragorn und Arwen verschossen, und war total unzufrieden wie wenig Seiten Tolkien den beiden in seinem Buch gewidmet hat. Daher war die Idee mehr über ihre Geschichte zu lesen, um die Lücken zu füllen, faszinierend. Ich suchte und fand dabei alles Mögliche, inklusive Geschichten über Aragorn und … Legolas. Das ließ mich die Stirn runzeln, dann schüttelte ich mit dem Kopf und las weiterhin die Geschichten über Aragorn und Arwen, aber diese Aragorn / Legolas Geschichten tauchten immer wieder auf. Daher sprang ich ins eiskalte Wasser und las eine von ihnen. Und dann eine weitere. Und ich sagte zu mir selbst: „Ich kann das auch. Ich kann es sogar besser.“ Deshalb versuchte ich es. Ich schrieb eine epische Der Herr der Ringe Fanfiktion (180 Kapitel, 690 000 Wörter – ich brauchte ein Jahr) und war süchtig. Ich fand eine Online-Community und die Leidenschaft zu schreiben, die ich irgendwann nach meinem Universitätsabschluss verloren hatte. Das war vor elf Jahren, und ich habe es nie bereut.

Findest du neben dem Schreiben noch Zeit, um zu lesen? Was sind deine Lieblingsbücher, die du immer wieder lesen könntest?

Heutzutage finde ich wenig Zeit um zu lesen, aber wenn ich es tue, tendiere ich dazu, auf meine alten Lieblingsbücher zurückzugreifen. Melanie Rawns Die Drachenprinz-Saga (Dragon Prince series), alles von Rhianne Aile, Zahra Owens und natürlich auch von Mary Calmes.

Ich hoffe, die Frage ist nicht zu privat, wenn ja, musst du natürlich nicht darauf antworten: Wie vereinst du deine Liebe zum Schreiben mit deinem Real Life (Familie, Freunden, dem Partner etc.), ohne dass einer dabei zu kurz kommt?

Es ist ein Balanceakt, so viel ist sicher. Es hilft, dass ich von zu Hause aus arbeite, so habe ich einen recht flexiblen Zeitplan. Wenn meine Kinder in der Schule sind, versuche ich so viel meiner Arbeit und meines Schreibens zu erledigen, wie ich nur kann, sodass ich ihnen, wenn sie nach Hause kommen, die Aufmerksamkeit geben kann, die sie brauchen. Sie sind jung, aber keine Babys, und wollen daher nicht, dass ihre Mama ständig an ihrer Seite ist. Daher kann es sein, dass ich an manchen Nachmittagen oder Abenden mehr schaffe.

Schreibst du an mehreren Büchern gleichzeitig oder konzentrierst du dich lieber nur auf eines? Planst du eine Serie im Vorhinein oder ‘passiert’ sie einfach?

Es variiert. Zur Zeit gibt es fünf Bücher, die beendet werden wollen, aber ich schreibe nur an zwei von ihnen aktiv. An einem schreibe ich zusammen mit Nicki Bennett, das andere ist ein Soloprojekt.

Gibt es bestimmte Stärken und Schwächen, die du als Autor besitzt?

Meine Stärke ist sicherlich die Tiefe meiner Charaktere. Es haben nicht nur die zwei Hauptprotagonisten eine Geschichte, sondern jeder, sogar wenn es niemals auf ein Blatt Papier geschrieben wird. Das ist eines der Dinge, das ich so sehr an Serien liebe. Ich habe die Möglichkeit mehr von ihrer Geschichte und ihnen zu zeigen, da sie immer wieder auftauchen, oft sogar in unterschiedlichen Rollen.

Meine Schwäche ist mein etwas langatmiger Schreibstil. Ich kann eine Geschichte nicht eher enden lassen als dass sie für mich komplett ist, unerheblich ob andere denken, dass es so besser wäre.

Woher nimmst du deine Ideen? Was inspiriert dich? Fließen private Erlebnisse oder Menschen, die du getroffen hast, in deine Geschichten mit ein?

Mich inspiriert alles. Ein kleiner Teil einer zufällig gehörten Konversation, eine bestimmte Stelle in einem Musikstück, das Lachen meiner Kinder. Ich verwende Ereignisse und Menschen, die mir begegnet sind. The Path, zum Beispiel, wurde alleine von meiner Reise nach Peru vor zwei Jahren inspiriert. Seducing C. C. ist eine Mischung aus Leuten und Ereignissen von den Sommercamps, die ich früher besucht und in denen ich 16 Jahre lang gearbeitet habe.

Wachsen dir manche Protagonisten mehr ans Herz als andere? Wenn ja, welche magst du am liebsten?

Ich muss mich in sie verlieben, um über sie schreiben zu können, da sie ansonsten nicht glaubhaft sind. Aber ja, manche bleiben bei mir. Jean und Raymond von der Blutspartnerschaft Serie (Partnership in Blood) werden immer einen besonderen Platz in meinem Herzen einnehmen. Dasselbe gilt für Gabriel und Lucio von The Inventor’s Companion, obwohl es hierfür einen anderen Grund gibt.

Du hast zeitgenössische, historische, western und paranormale Geschichten geschrieben. Welchen Stil bevorzugst du und warum?

Ich liebe sie alle. Manche Geschichten können in jedem Schauplatz angesiedelt sein, aber manch andere brauchen ein bestimmtes Setting, damit sie glaubhaft sind und funktionieren. Ich liebe auch die Herausforderung, Welten zu bauen, vor allem in den Genres historisch, paranormal und Sci-Fi. Ich kann keine Abkürzungen in diesen Geschichten verwenden, da nichts in diesen Welten dem Leser wirklich vertraut ist.

Gehörst du auch zu den Autoren, die von der Muse ständig Arschtritte bekommen, vor allem, wenn sie etwas will, das dir aktuell so gar nicht in den Zeitplan passt?

Ich bin ein totaler Sklave meiner Musen. Manchmal habe ich nicht mal mehr einen Entwurf, da sie ihn sowieso ignorieren. Ich kenne meine Charaktere (zumindest ein wenig), ich kenne die Situation, die sie zusammenbringt und ich kenne das Problem, das sie auseinanderhält, wenn ich mit dem Schreiben beginne. Ich denke, ich kenne auch das Ende, da ich weiß, dass sie am Ende zusammen und glücklich sein werden. Der Rest ist eine Entdeckungsreise für mich. Ich tu mein Bestes, um nicht im Weg zu stehen, und schreibe eher ihre Geschichte als sie meinen Ideen anzupassen.

Wie lange schreibst du durchschnittlich an einer Geschichte und wie sieht dein Schreiballtag im Allgemeinen aus?

Das hängt von der Länge und der Vielschichtigkeit der Geschichte ab, aber auch davon was sonst noch an Arbeit ansteht, Familie (wie viele Stunden kann ich freischaufeln, um zu schreiben) und wie stark mich diese Geschichte einfängt. Ich schrieb Perilous Partnership in fünf Wochen. Die Geschichte, an der ich jetzt arbeite, wird weniger als drei Wochen brauchen. Aber es gibt auch Bücher, für die ich Monate brauche.

Hast du schon einmal abfällige / beleidigende Bemerkungen zu deinen Büchern erhalten? Wenn ja, wie hast du darauf reagiert?

Ich bin mir sicher, dass es mehrere Leute gibt, die sich abfällig über meine Bücher äußerten, aber ich lese keine Reviews, da sie für die Leser da sind, nicht für mich. Es gab Leute, die überrascht waren, als sie herausfanden, dass ich Gay Romance schreibe, aber sie waren eher neugierig als verärgert.

Da du den Übersetzungsbereich bei Dreamspinner Press’ koordinierst, gab es natürlich auch ein paar Fragen zu diesem Thema.

Nach welchen Kriterien wird ein Buch zur Übersetzung ausgewählt? Inwiefern geht ich dabei auch auf Leserwünsche ein? 

Wir berücksichtigen definitiv Leserwünsche. Wir schauen auch auf die Verkäufe der bereits veröffentlichten Bücher, um einen Trend in Hinblick auf Autoren und Genres zu finden. Von da aus versuchen wir ein Gleichgewicht zwischen neuen und klassischen Veröffentlichungen sowie Serien und Einzelbänden zu finden. Natürlich kann es passieren, dass manchmal alles um uns rum einstürzt und wir noch mal neu anfangen müssen. Aber das sind Dinge, die wir schon beim Planen der Veröffentlichungen versuchen zu berücksichtigen.

Wenn der erste Band einer Serie veröffentlicht wurde, werden die anderen Bände dann automatisch auch übersetzt oder macht ihr das von den Verkaufszahlen abhängig? In welchen Zeitabständen werden die Bücher von Serien übersetzt?

Wir versuchen, wenn möglich, ganze Serien zu übersetzen. Die Zeitabstände hängen von mehreren Faktoren ab, inklusive der Verfügbarkeit der Übersetzer und all den anderen Dingen, die ich oben schon genannt habe. Es hängt auch davon ab, ob die Bücher eine tatsächliche Serie sind, wo du kein wirkliches Ende bis zum letzten Band hast, oder ob es mehrere Spinn-Offs sind, wo jedes Buch für sich alleine steht und das nächste eher ein zusätzlicher Bonus als ein unabdingbarer Bestandteil ist.

Wie lange dauert es durchschnittlich, bis ein Buch übersetzt und überprüft ist? Kannst du uns ein wenig über den Übersetzungsablauf erzählen?

Es kann 8-16 Wochen dauern, ehe ein Buch übersetzt ist. Das hängt natürlich von der Länge und der Verfügbarkeit der Übersetzer ab. Dann dauert es weitere 4-8 Wochen, ehe das Lektorat fertig ist. Wenn die Geschichte lektoriert ist, geht sie zurück an den Übersetzer, damit der sie noch mal überarbeiten kann (für gewöhnlich dauert das eine weitere Woche). Anschließend wird die Übersetzung an die deutschen Koordinatoren geschickt, die sie noch mal überprüfen. Was anschließend geschieht, hängt von ihnen ab. Manchmal senden sie mir die Übersetzungen zu, damit sie veröffentlicht werden können. Manchmal senden sie sie zurück, damit sie noch mal lektoriert werden. Manchmal sagen sie mir auch, dass ich die Übersetzung wegschmeißen soll, da sie so nicht veröffentlicht werden kann und man sie neu übersetzen muss. Ihr seht, Übersetzungen sind kein linearer Prozess.

Warum erfährt man als deutschsprachiger Leser erst so kurzfristig, welche Übersetzungen in den nächsten Wochen erscheinen?

Wir hatten Probleme mit dem Formatieren unserer E-Books bei den Übersetzungen. Sogar wenn alles in der Word-Datei perfekt aussah, konnte es geschehen, dass das E-Book mit Fehlern zurückkam. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, die Veröffentlichungen nicht eher bekannt zu geben, ehe wir das fertige E-Book ohne Formatierungsfehler vor uns liegen haben. Wir geben den Veröffentlichungstermin lieber kurzfristig an, sodass das Buch dann aber auch wirklich an dem Tag erscheint, als ihn früher bekannt zu geben, um dann das Datum wegen diverser Fehler zu ändern.

Letzte Woche veröffentliche DSP die deutsche Übersetzung von deinem Buch Dein Stern am Himmel (Inherit the Sky). Wie kommt es, dass die Geschichte im australischen Outback spielt und nicht wie viele andere Geschichten im Westen von Amerika? Hast du zu diesem Teil des Landes eine spezielle Bindung?

Das ist eine amüsante Geschichte. Ich folge ein paar Schauspielern und vor einigen Jahren wurden zwei von ihnen fälschlicherweise eine australische Staatsbürgerschaft in den Medien angedichtet. Ich lachte mit einer Freundin darüber, die dann zu mir sagte: „Ich mag die Idee, dass die zwei zusammen nach Australien abhauen und eine Schafsfarm leiten.“ Meine Musen stimmten ihr zu.

Cherish the Land ist der fünfte und zur Zeit auch letzte Band der Lang Downs Serie. Sind noch weitere Geschichten geplant oder müssen wir uns nach Cherish the Land von unseren Lieblingen verabschieden?

Cherish the Land ist das letzte Buch, das ich für die Serie derzeit geplant habe, aber wir haben ja schon über meine Musen geredet. Wenn sie entschließen, dass es eine weitere Story gibt, die erzählt werden muss, werde ich wie immer auf sie hören.

Wer war der am schwierigsten zu schreibende Charakter der Lang Downs Serie?

Ohne Zweifel war es Seth, da seine Wunden so tief waren. Aber zur selben Zeit war er überraschenderweise sehr offen, als er mich erst mal in seinen Kopf ließ. Ich hatte Angst, dass ich bzw. die Geschichte der Tiefe seiner Verletzungen nicht gerecht werden würde, und dass ich ihn weinerlich statt ernsthaft aufgewühlt für die Leser rüberkommen lasse.

Besteht die Möglichkeit, dass es einmal eine Kurzgeschichte zu Caines Onkel geben wird?

Ich habe darüber nachgedacht, bin aber noch nicht bereit Ja zu sagen. Aber ich habe auch schon vor langer Zeit gelernt auch nicht Nein zu sagen.

Was inspirierte dich, die Blutspartnerschaft Serie (Partnership in Blood series) zu schreiben? War es schon immer als Serie geplant oder hätte es eigentlich ein Einzelband werden sollen?

Vor 11 Jahren war ich Mitglied in einer Autorengruppe, wo es jeden Monat Schreibaufgaben zu einem gewissen Thema gab. Jeder, der wollte, konnte eine Geschichte schreiben und sie mit der Gruppe teilen, um so Kritik zu erhalten. Am Ende jedes Monats konnte jeder für seine Lieblingsgeschichte abstimmen. Im Oktober vor 11 Jahren bestand die Aufgabe darin, eine übernatürliche Geschichte zu schreiben. Ich habe aber zu der Zeit an drei großen und mehreren kleinen Projekten gearbeitet, weshalb ich mich dazu entschied, diesen Monat auszulassen. Dann schlief ich ein und träumte einen meiner lebhaftesten Träume. Ich sah, wie sich Alain und Orlando am Friedhof trafen. Ich sah Orlando, wie er aus einem Gebäude stolperte, während die Sonne hinter ihm aufging, und die Szene einfach nur bedrohlich wirkte. Und ich sah eine andere Szene, die ich aber nicht beschreiben werde, da ich das Ende spoilern würde. Als ich aufwachte, lag ich einfach nur da und starrte auf meine Zimmerdecke, versuchte währenddessen alle drei Szenen miteinander zu verknüpfen. Ich begann mit dem Schreiben am Nachmittag.

Ich wusste schon am Anfang, dass die Geschichte nicht kurz werden würde, aber ich stellte sie mir nie als Serie vor. Zu der Zeit wurden meine Bücher noch nicht veröffentlicht, deshalb habe ich nie einen Gedanken daran verschwendet, wie und ob der gesamte Plot in einem Band Platz finden würde. Zu der Zeit als meine Bücher 2007 veröffentlicht wurden, arbeitete ich seit 3 Jahren an Blutspartnerschaft (Partnership in Blood). Was später zu Allianz des Blutes (Alliance in Blood) werden würde, war zu der Zeit fertiggeschrieben, ebenso das meiste von Pakt des Blutes (Covenant in Blood), aber noch nicht mal die Hälfte der Geschichte war damit erzählt. Ich sprach mit Elizabeth North, der Geschäftsführerin von DSP, und wir entschieden, dass die Bücher in einem Zeitabstand von jeweils sechs Monaten veröffentlicht werden würden, damit ich genug Zeit hätte, um die Serie zu beenden. Ich hielt mich an den Zeitplan und schrieb Versöhnung des Blutes (Reparation in Blood). Ich sendete es per E-Mail an Elizabeth, mit dem Betreff: GESCHAFFT! Sie schrieb zurück und sagte: „Weißt du …“ und plötzlich war die Serie nicht mehr beendet. Schlussendlich beendete ich das letzte Buch im Oktober letzten Jahres, insgesamt 10 Jahre und eine Million Wörter später.

Was war die für dich am schwersten zu schreibende Szene in dieser Serie?

Ich denke, da gibt es ein Unentschieden zwischen dem Epilog von Versöhnung des Blutes (Reparation in Blood) und dem Prolog von Partnership Reborn. Wenn ich jetzt mehr sagen würde, würde ich aber manche Leser spoilern.

Zu guter Letzt. Woran arbeitest du zur Zeit?

Lasst mich mal nachdenken …

Nicki und ich arbeiten an All for Love, dem dritten Buch unserer historischen Haudegen Serie, die mit Checkmate beginnt.

Ich selbst arbeite an einer Romanze, die sich auf einer Pferdefarm in dem Ort, wo ich aufgewachsen bin, abspielt. Es ist eine Geschichte über Verlust, Genesung und das Lernen, erneut lieben zu können. Ich arbeite an einer Geschichte, die sich in einem Restaurant in Paris abspielt. Einer der Hauptprotagonisten ist ein grenzwertiger sexsüchtiger Kellner. Der andere ist ein amerikanischer Geschäftsmann, der eine Konferenz in Paris besucht. Sie treffen sich in diesem Restaurant, haben ein Techtelmechtel, das aber beiden mehr bedeutet als sie sich jemals gedacht hätten, und nun müssen sie entscheiden, wie es weitergehen soll. Ich schreibe auch an einer anderen Kellner-Geschichte, die in Montréal spielt. Es ist eine May-December Romance (Anm.: May-December Romance bedeutet, dass es bei einem Paar einen sehr großen Altersunterschied gibt. Die eine Person ist jung und ihm „Frühling“ seines / ihres Lebens – daher Mai, während die andere Person den Winter repräsentiert – deshalb Dezember) zwischen einem Berufskellner und einem jungen Mann, der die Tische in einer lokalen Schwulenbar bedient, um über die Runden zu kommen. Ich habe auch ca. die Hälfte des ersten Bandes einer Mystery-Serie geschrieben. Alle Bände folgen ein und demselben FBI Agenten für Vermisstenfälle bei fünf unterschiedlichen Fällen. Jeder Fall hat seine eigene Romanze, aber was der Kriminalbeamte von diesen Romanzen lernt, wirkt sich auch auf sein eigenes Leben aus.

Ariel Tachna Talks Lord of the Rings, Dreamspinner Translations, and Much More!

June 21, 2015

A big thank you to Ariel Tachna, who agreed to do this interview and answer the questions of her readers. I also want to thank you, the readers, who came up with the questions and thus made this interview possible.

Ariel: First of all, these are great questions. Thank you to all the readers who proposed them. I hope my answers are as interesting as the questions themselves!

What made you start writing M/M novels?

In 2004, I was active on a Lord of the Rings yahoo group devoted to the books as much or maybe even more than to the movies. Someone on that group mentioned fan fiction. Being hopelessly naïve, I said, “What’s fan fiction?” The person answered that it was stories written by fans in the universe of another author. I was intrigued. You see, I’d fallen in love with Aragorn and Arwen and was woefully unsatisfied with the amount of time on page Tolkien devoted to them. So the idea of getting more of their story, something to fill in the gaps, was intriguing. I went searching and came across all kinds of things, including stories about Aragorn and… Legolas. I frowned a little, shook my head, and went to read Aragorn and Arwen stories, but these Aragorn/Legolas stories kept popping up. So I dipped my toe in the water and read one. And then I read another. And then I said to myself, “I could do this. I could do this better.” So I tried. I wrote an epic Lord of the Rings fan fiction (180 chapters, 690,000 words—it took me a year) and I was hooked. I’d found a community online and a passion for writing again that I had somewhat lost after I graduated from university. That was eleven years ago and I’ve never looked back.

While being all busy with writing, do you even find the time to read? What are your favorite books you can read again and again?

I don’t find a lot of time to read these days, but when I do, I tend to fall back on old favorites. Melanie Rawn’s Dragon Prince series, anything by Rhianne Aile, anything by Zahra Owens, anything by Mary Calmes.

I hope this question is not too personal; if yes you of course don’t have to answer it. How do you unite your writing with your private life (family, friends, partner, etc.) without neglecting anyone or anything?

It’s a juggling act, that’s for sure. It helps that I work from home, so I have some flexibility in my schedule. When my children are at school, I try to get as much work and writing done as I can so that when they come home, I can give them the attention they need. They’re young, but not babies, and don’t want Mama hovering over them constantly, so I sometimes get a little more done in the afternoons or evenings.

Do you work at several books at the same time or do you rather focus on one? 

That varies. Right now, I have five books that are ongoing, but only two that I’m actively working on. One is something I’m co-writing with Nicki Bennett, the other is a solo project.

What would you say are your strengths and weaknesses as an author?

My strength is definitely the depth of my cast of characters. It’s not just the two romantic leads who have a story. Everyone does, even if most of it never appears on page. That’s one of the things I love so much about writing a series. I get the chance to show more of the story for everyone because they keep coming back up, often in different roles as the series goes on.

My weakness is that I tend to get long-winded. I can’t let go of a story until it’s done, regardless of when other people think it should be done.

Where do you get your ideas from? What inspires you? Do certain events or people you met inspire you when writing? 

Everything inspires me. A snippet of overheard conversation, a line of music, my children’s laughter. I have used events and people in my writing. The Path, for example, is entirely inspired by my trip to Peru two years ago. Seducing C.C. is an amalgam of people and events at the summer camps I attended and then worked at for sixteen years.

Do some protagonists grow dear to your heart more than others? If yes, which are the ones you like best? 

I have to fall in love with them to write them or they aren’t believable, but yes, some stay with me. Jean and Raymond from the Partnership in Blood series will always hold a special place in my heart. The same is true, though for different reasons, of Gabriel and Lucio from The Inventor’s Companion.

You’ve written contemporaries, western, historicals, and paranormals. Which do you prefer and why?

I love them all. Some stories can be told in any setting, but others need a specific setting to work. I also love the challenge of worldbuilding in historicals, paranormals, and sci-fi stories. I can’t take shortcuts in a story where nothing is necessarily familiar to the reader.

Are you one of the authors that get kicked by their muse all of the time, especially when she wants something that doesn’t really fit into your writing timetable in that situation?

I am a complete and total slave to my muses. Most of the time I don’t even bother with an outline anymore because they ignore it. I know my characters (at least a little), I know the situation that brings them together, and I know the problem keeping them apart when I start writing. I suppose I know the ending as well since I know they end up together. The rest is a path of discovery for me as I write. I do my best to get out of the way and tell their story rather than making them conform to my ideas.

How long does it take you on average to write a story and what does your daily writing routine look?

It depends on the length and complexity of the story, on what else is going on at work and with my family (how many hours can I actually dedicate to writing), and how strongly the story grabs me. I wrote Perilous Partnership in five weeks. The story I’m working on now will take less than three weeks. I’ve had other books take me months.

Have you ever got insulted because of your books? Or have your books ever got insulted? If yes, how did you react to it?

I’m sure there are people who have insulted my books, but I don’t read reviews because they’re for readers, not for me. I’ve had people react in surprise when they find out I write gay romance, but it’s always been more curious than angry.

As you’re Dreamspinner Press’s translations coordinator there’re some questions about this topic.

Which are the criteria that matter when choosing a book to translate? To what extent do you respond to requests coming from the readers?

We definitely take into consideration reader requests. We also look at sales figures for already published books to seek trends in terms of authors and genres that sell well. From there, we try to balance new releases with classics as well as stand-alones with series. Of course sometimes all that juggling comes tumbling down around our heads and we have to start over, but those are the things we try to take into account as we work on the publishing schedule.

If the first volume of a book is released, does this automatically mean that the other volumes will be translated as well or does it depend on how well they sell? How much time passes between translating several books of a series?

Our intention is to translate complete series whenever possible. The timing of it, however, depends on a variety of factors including the availability of the translator and all the other bits of juggling from the answer above. It also depends on whether the books are a true series, where you don’t have the real end until the last book, or whether they’re more spinoffs, where each book stands alone and the next book is more an added bonus than a necessary component.

How long does it take on average to translate and correct a book? Can you tell us a bit more about the process of translating?

It can take anywhere from eight to sixteen weeks to translate a book, depending on length and the availability of the translator. From there, another four to eight weeks for proofreading. Once it’s proofread, it goes back to the translator for revisions (usually another week). Then it goes on to our German coordinators for a final read. What happens then depends on them. Sometimes they send it to me to publish. Sometimes they send it back for a second proofreading. Sometimes they tell me to throw it out and start over. Translation is not a linear process.

Why do the German-speaking readers learn on short notice about which of the translated books will be released within the following few weeks?

We have had issues with the formatting of our eBooks with the translations. Even when everything looks perfect in the Word file, sometimes the eBook formats come back with errors. We made the decision early on not to announce the publication of a book until we have the eBooks with no formatting errors. We would rather give short notice on a book that will actually come out on time than give longer notice and have to change a release date because of errors.

Last week DSP published the German translation of Inherit the Sky. Why is this story set in the Australian Outback and not like most of the other westerns in America’s West? Do you have a special connection to this part of the country?

This is a funny story. I follow a few actors, and several years ago, two of those actors were misattributed Australian nationality in the media. I was laughing about it with a friend of mine, who said, “I like the idea of them running off to Australia together to raise sheep.” My muses agreed with her.

Cherish the Land is the fifth and also the last book of the Lang Downs series at the moment. Will there be more books or do we have to say goodbye to our darlings?

Cherish the Land is the last book currently planned in the series, but we’ve discussed my muses. If they decide there’s another story to tell, I will listen as I always do.

Who was the most difficult character to write in the Lang Downs series?

Seth, without a doubt, because of how deep his wounds run. But at the same time, he was surprisingly open once I got into his head. My fear was in not doing justice to the depth of his issues and having him come across as whiny instead of genuinely troubled.

Is there a chance to read a novel or novella about Caine’s uncle Michael?

I have thought about it. I’m not ready to say yes, but I learned a long time ago never to say no.

What inspired you to write the Partnership in Blood series? Do you plan it as a series in advance?

Eleven years ago, I belonged to an online writer community, and each month we had themed challenges. Anyone who wanted to could write a story and share it with the group for critique, and then at the end of the month, everyone would vote on their favorite story. In October of that year, the theme was to write a supernatural story. I had three other big projects and several smaller ones going on at the time, so I decided I’d pass on that month’s theme. Then I fell asleep, and I dreamed one of the most vivid dreams I’ve ever had. I saw Alain and Orlando meeting at the cemetery, I saw Orlando come stumbling out of a building with the sun rising behind it and a sense of grave danger, and I saw one other scene that I won’t describe so as not to spoil the ending. When I woke up, I lay there and stared at the ceiling, trying to connect the dots between the three images. I started writing that afternoon.

I knew from the beginning that the story wouldn’t be short, but I didn’t envision it as a series. I wasn’t published then, so I wasn’t thinking in terms of how it would fit into a single volume. By the time I was first published in 2007, I’d been working on Partnership in Blood for almost three years. What became Alliance in Blood was finished, as was most of Covenant in Blood, but I still had over half the original story to tell. I spoke with Elizabeth North, Dreamspinner’s Executive Director, and we decided to have the books come out six months apart to give me time to finish the series. I kept to that schedule and wrote Reparation in Blood. I sent it to Elizabeth with an e-mail that said DONE! She e-mailed me back and said, “You know…” and suddenly I wasn’t done. I finally finished the series last October, ten years and one million words after I started.

What is the hardest scene you ever had to write in this series?

That would be a tossup between the epilogue of Reparation in Blood and the prologue of Partnership Reborn. If I say more than that, I’ll spoil it for people.

 Last but not least: What are you currently working?

Let’s see…

Nicki and I are working on All for Love, the third book in our historical swashbuckler series that begins with Checkmate.

By myself, I’m working on a category romance set on a horse farm in the town where I grew up. It’s the story of loss, recovery, and learning to love again. I’m also working on a story set in a restaurant in Paris, with a borderline sex-addicted waiter as one of the romantic leads. The other one is an American businessman in Paris for a conference. They meet in the restaurant, have a fling that ends up meaning more to them both than they first expected, and now they have to decide what to do about it. I have another waiter story, set in Montréal. It’s a May-December romance between a career waiter and a young man who waits tables at a local gay bar to make ends meet. I also have half of the first book in a mystery series written. The series follows the same FBI missing persons detective on five different cases. Each case has its own romance, but what the detective learns from those romances informs his decisions about his own life as well.

KC Burn Talks Books (and More!)

June 19, 2015

A big thank you to KC Burn, who agreed to do this interview and answer the questions of her readers. I also want to thank you, the readers, who came up with the questions and thus made this interview possible.

First of all, name one thing readers would be surprised to know about you.

I get a lot of comments about how much people like the O’Donnell family, so it might surprise people to know that my parents divorced when I was a teenager, I’m an only child, and my mother is emotionally and verbally abusive.

What made you start writing M/M novels? How long have you been writing, and was it a long process to become a published author?

I knew when I was ten (1982) that I wanted to be an author. So, yes, a long process! I finished writing my first book in 1999, and it was terrible. But I kept at it. Writing M/M was almost an accident. I had a story planned out, but I realized the conflict between my characters would be stronger if the two characters were both men. So I wrote the book that way, had a lot of fun, and it ended up being the first book I published – in 2010.

Have you ever been asked to make a change to your manuscript that you really didn’t agree with?

Yes, but for minor changes, my editors have accepted the reasons why I didn’t want to make those changes. Right now, I’m working on a book where the editor asked for major changes. I didn’t agree at first, but I decided to give it a shot. I think it will end up a strong book, even though it’s not at all what I envisioned originally.

How much input do you have regarding your book covers?

It depends on the publisher. For all three of my publishers, I fill out a lengthy form that describes characters, settings, major themes, and significant images. But once the artist has created something? Only one of my publishers has allowed me to request changes to the draft image.

I have noticed that there are a lot of female writers and a lot of female readers. Why do you think that is?

According to the Romance Writers of  America (for US data, I assume) over 80% of the romance reader market is female. For M/M that is probably a little lower, but the fact is women are the primary readers of romance, whatever the sexual pairing, so it makes sense that they are also the primary writers of it.

Do you ever suffer from writer’s block? If so, what do you do to get past it?

I don’t know if I ever have writer’s block. I may not know where to take a particular storyline, but I always have ideas. For me, the problem is just sitting down in front of the computer. Sometimes, I just don’t want to. When that happens, I usually go see a movie or play board games with my husband. Get my mind moving in a different direction so I can come back refreshed.

I hope this question is not too personal; if yes you of course don’t have to answer it. How do you unite your writing with your private life (family, friends, partner, etc.) without neglecting anyone or anything?

Hahaha! I neglect my husband! But he’s very supportive, and he edits all my books. He knows how important writing is to me, and will often say – shouldn’t you be writing? My friends and family all know what I write, and I don’t have kids, so that helps. My husband also plays a lot of video games, so he’s usually happy to play games while I write.

Do you work at several books at the same time or do you rather focus on one? 

I have a full time day job, so it’s easier for me to work on one book at a time. If I were a full time writer, I’d probably try to work on two at the same time.

Do you have a writing routine and how long does it take you on average to write a story?

The last year has been tough on me, so my schedule was all messed up. However, usually I try to write late afternoon/evening after I finish my day job. I have back problems, so I usually write 45-60 minutes at a time, then take a break to make dinner or do the dishes or spend time with my husband. I put in about 3 hours per 1000 words (writing, self-editing, polishing) so for a 60K word novel, it takes me about 180 hours, before I submit to my editor.

What is the hardest scene you ever had to write?

In my second sci-fi book, Alien ‚n’ Outlaw, one of the main characters is an alien. The first scene in his point of view was probably the hardest, because I had to make him believably non-human but still relatable to readers – who are all human!

If you could have a drink with any book’s fictional character who would it be? Why?

Amelia Peabody from Elizabeth Peters. Amelia Peabody is a female Egyptologist in the late 1800s, who ends up also being an amateur sleuth due to a number of murders that happen in her vicinity. I have always loved ancient Egypt, I love murder mysteries, and I love how she’s such a strong female character, acting against stereotype for that era. And she got to uncover a lot of buried treasure, too!

Which character do you think most closely resembles your own personality?

Although there are little bits of me in each of my characters, I don’t think any of them resemble me closely. I’m sort of boring – no one wants to read a book about that!

Are you one of the authors that get kicked by their muse all of the time, especially when she wants something that doesn’t really fit into your writing timetable in that situation?

My characters take things in directions I don’t expect all the time. But I don’t do a lot of advance planning before I start writing, so I can usually go with the flow. If it’s an idea for a completely different story, I will take a break and write down notes for the idea, and that’s usually enough so I can go back to the original project.

Have you ever got insulted because of your books? Or have your books ever got insulted? If yes, how did you react to it?

Not insulted, no. But I’ve had bad reviews – all authors do. For the first few, I cried, and my husband bought me ice cream. If I ate ice cream for every bad review, though, I’d be as big as  a house! I’ve gotten better at handling them, so now they sting, but I just keep writing.

Last week DSP published the german translation of Cop Out. What inspired you to write this novel?

I don’t really know. I was working on one of my sci-fi books, and a scene popped into my head, of a cop going to the house of his dead partner to give news of the death, and discovering the man had a husband not a wife. Obviously, the scene changed when I actually started the book, but that scene was very powerful, and those characters were insistent that their story be told.

Will there be more books in the series Toronto Tales

There are three books currently. I’ve always intended to write at least one more, and I’m considering a spin off series as well.

Who was the most difficult character to write in the Toronto Tales series?

Kurt’s mom, definitely. My mother is a cold woman, who is verbally abusive, and completely unsupportive of me. Trying to write a sympathetic, loving mother figure was quite difficult.

Last but not least: What are you currently working?

Porn stars! Or rather, one ex-porn star meets a handy man. Sounds like a bad porn plot, right? But I’m almost done, and I think it’s a good story. After that, I’ll be working on a sequel of one of my other books – I haven’t decided which one yet!

Thank you so much for the questions – I love to talk about my writing, and I hope you enjoyed getting to know me a little better.

KC Burn German Interview

June 18, 2015

Ich bedanke mich herzlich bei KC Burn, die sich bereit erklärt hat, an diesem Interview teilzunehmen und euch Lesern Frage und Antwort zu stehen. Auch ein großes Dankeschön an euch Leser, denn ohne euch wäre dieses wunderbare Interview nicht zustande gekommen.

Zuallererst: Verrate etwas über dich, das deine Leser überraschen würde.

Ich erhalte sehr oft Kommentare von Lesern, wie sehr sie die Familie O’Donnell mögen würden. Deshalb würde es wohl die meisten Leute überraschen, dass sich meine Eltern scheiden ließen, als ich ein Teenager war. Ich bin ein Einzelkind, und meine Mutter neigt zu emotionalen und verbalen Missbrauch.

Was hat dich dazu gebracht, M/M Romanzen zu schreiben? Wie lange schreibst du schon und wie lange hat es gebraucht, bis du von einem Verlag publiziert wurdest?

Mir war seit meinem 10. Lebensjahr bewusst, dass ich eine Autorin sein möchte. So gesehen war es ein langer Prozess! Ich habe mein erstes Buch 1999 fertiggeschrieben, und es war schrecklich. Aber ich hab weitergemacht. M/M Geschichten zu schreiben war eher ein Unfall. Ich hatte den Plot einer Geschichte im Kopf, realisierte aber, dass der Konflikt zwischen meinen Charakteren stärker wäre, wenn meine Protagonisten männlich sind. Deshalb hab ich das Buch so geschrieben und hatte Spaß dran. Und es war das erste Buch von mir, das veröffentlicht wurde – und zwar 2010.

Wurde dir jemals bei einem deiner Manuskripte nahegelegt, eine Änderung vorzunehmen, die dir überhaupt nicht zugesagt hat?

Ja, aber es waren nur geringfügige Änderungen, und meine Lektoren akzeptierten die Gründe, warum ich diese Änderungen nicht machen wollte. Zur Zeit arbeite ich an einem Buch, wo der Lektor um größere Änderungen bat. Zuerst hab ich nicht zugestimmt, aber schlussendlich doch entschieden, dass ich es ausprobieren werde. Ich denke, es wird ein starkes Buch, auch wenn es nicht komplett so sein wird, wie ich es mir vorgestellt habe.

Wie viel Einfluss hast du bei der Gestaltung deiner Buchcover?

Das hängt vom Verlag ab. Bei allen drei Verlagen fülle ich ein ellenlanges Formular aus, wo ich die Charaktere beschreibe, die Handlungsorte, den Hauptplot und signifikante Details. Aber wenn der Künstler mal etwas gestaltet hat? Nur einer der Verlage erlaubte es mir, um Änderungen bei dem Cover zu bitten.

Es gibt ziemlich viele weibliche Autorin und Leser in diesem Genre. Hast du eine Idee, warum dem so ist?

Laut den amerikanischen Autoren, die Romanzen schreiben (US-Daten, nehme ich an), sind über 80% ihrer Leser weiblich. Bei M/M ist die Zahl möglicherweise etwas niedriger, aber Fakt ist, dass Frauen die primären Leser dieses Genres sind, unerheblich bei welchem Pairing. Deshalb macht es Sinn, dass die meisten Autoren dieses Genres ebenfalls Frauen sind.

Hast du schon einmal an einer Schreibblockade gelitten? Wenn ja, was hast du getan, um diese zu überwinden?

Ich weiß nicht, ob ich jemals eine Schreibblockade hatte. Ich weiß vielleicht nicht woher ich einen speziellen Handlungsstrang nehmen soll, aber ich habe immer Ideen. Mein Problem entsteht eher, wenn ich mal vor dem Computer sitze. Manchmal habe ich dazu einfach keine Lust. Wenn das geschieht, schaue ich mir meist einen Film an oder spiele Gesellschaftspiele mit meinem Ehemann. Das hilft mir, meine Gedanken in eine andere Richtung zu lenken, damit ich mich wieder vollkommen erquickt an die Arbeit machen kann.

Ich hoffe, die Frage ist nicht zu privat, wenn ja, musst du natürlich nicht darauf antworten: Wie vereinst du deine Liebe zum Schreiben mit deinem Real Life (Familie, Freunden, dem Partner etc.), ohne dass einer dabei zu kurz kommt?

Hahaha! Ich vernachlässige meinen Ehemann! Aber er ist sehr unterstützend, und er editiert all meine Bücher. Er weiß, wie wichtig mir das Schreiben ist, und sagt oft: Solltest du nicht eigentlich schreiben? Meine Freunde und Familie wissen, worüber ich schreibe, und ich habe keine Kinder, das hilft. Mein Mann spielt außerdem viele Computerspiele, deshalb ist er oft ziemlich zufrieden, wenn ich schreibe, da er zu der Zeit zocken kann.

Schreibst du an mehreren Büchern gleichzeitig oder konzentrierst du dich lieber nur auf eines?

Ich habe einen Vollzeitjob, deshalb fällt es mir leichter nur an einem Buch zu schreiben. Würde ich Vollzeit als Autorin arbeiten, würde ich wohl versuchen an zwei oder mehreren gleichzeitig zu schreiben.

Hast du einen bestimmten Schreiballtag und wie lange schreibst du durchschnittlich an einer Geschichte?

Das letzte Jahr war schwierig für mich, weshalb mein Zeitplan ein totales Durcheinander war. Nun ja, normalerweise versuche ich immer am späten Nachmittag oder am Abend zu schreiben, nachdem ich von meinem eigentlichen Job nach Hause komme. Ich habe Rückenprobleme, weshalb ich normalerweise 45-60 Minuten durchgehend schreibe, dann eine Pause mache um das Abendessen oder den Abwasch zu machen oder mit meinem Mann Zeit zu verbringen. Ich brauche ca. 3 Stunden für 1000 Wörter (schreiben, es selbst noch mal überarbeiten, Szene ausfeilen). Das heißt, für eine Geschichte mit 60 000 Wörtern brauche ich ca. 180 Stunden, ehe ich sie meinem Lektor zukommen lasse.

Was für eine Szene war die am schwersten zu schreibende?  

In meiner zweiten Sci-Fi Geschichte „Alien ‚n‘ Outlaw“ war einer der Hauptcharaktere ein Alien. Die erste Szene seiner Erzählperspektive war vermutlich die schwerste zu schreibende Szene, weil ich es schaffen musste, ihn glaubhaft nichtmenschlich aber trotzdem für Leser greifbar zu machen, die eben alles Menschen sind!

Wenn du mit einem Protagonisten irgendeines Buches einen trinken gehen könntest, für welchen würdest du dich entscheiden und warum?

Amelia Peabody von Elizabeth Peters. Amelia Peabody ist eine weibliche Ägyptologin im späten 1800, die zu einer Amateur-Detektivin wird, da es in ihrer Umgebung zu mehreren Morden kommt. Ich habe das alte Ägypten schon immer geliebt, und ich liebe auch Kriminalromane. Und ich mag es sehr, dass sie so ein starker weiblicher Charakter ist, der gegen die Stereotype dieser Zeit ankämpft. Und sie entdeckt einen Haufen vergrabener Schätze.

Gibt es einen Protagonisten, der dir charakterlich ziemlich ähnlich ist?

Eigentlich gibt es in jedem meiner Charaktere ein wenig von mir. Aber ich denke nicht, dass mir einer von ihnen wirklich ähnlich ist. Ich bin eher langweilig – und niemand will darüber ein Buch lesen!

Gehörst du auch zu den Autoren, die von der Muse ständig Arschtritte bekommen, vor allem, wenn sie etwas will, das dir aktuell so gar nicht in den Zeitplan passt?

Meine Charaktere schlagen oft Wege ein, mit denen ich manchmal niemals gerechnet hätte. Aber ich plane auch nicht wirklich viel, ehe ich mit dem Schreiben beginne, so kann ich mich gut treiben lassen. Falls währenddessen eine Idee für eine völlig andere Geschichte aufkommt, mache ich eine Pause und schreibe die Idee nieder, sodass ich dann meist wieder zum eigentlichen Projekt zurückkommen kann.

Hast du schon einmal abfällige / beleidigende Bemerkungen zu deinen Büchern erhalten? Wenn ja, wie hast du darauf reagiert?

Ich wurde nie beleidigt, nein, aber ich bekam schlechte Reviews, wie es jeder Autor tut. Bei den ersten paar habe ich geweint, und mein Mann kaufte mir Eiscreme. Hätte ich jetzt jedes Mal, wenn ich ein schlechtes Review bekam, Eiscreme gegessen, würde ich wohl nicht mehr durch die Tür passen. Mittlerweile kann ich besser damit umgehen, sie tun natürlich etwas weh, aber beeinflussen mein Schreiben nicht.

Letzte Woche veröffentliche DSP die deutsche Übersetzung von deinem Buch Küss mich, Bulle (Cop Out). Was inspirierte dich zu dieser Geschichte?

Ich bin mir nicht sicher. Ich habe an einem meiner Sci-Fi Bücher gearbeitet, und plötzlich hatte ich eine Szene in meinem Kopf, wo ein Cop zum Haus seines toten Partners geht, um die Angehörigen zu benachrichtigen. Dort findet er heraus, dass der Partner einen Ehemann und keine Ehefrau hatte. Offensichtlich änderte sich die Szene als ich mit dem Buch begann, aber sie war sehr kraftvoll und die Charaktere beharrten hartnäckig darauf, dass ich ihre Geschichte erzähle.

Wird es noch weitere Bücher der Serie Toronto Tales geben?

Es gibt derzeit drei Bücher. Ich habe immer beabsichtigt ein weiteres Buch dieser Serie zu schreiben, und ich ziehe ein Spin-off ebenfalls in Erwägung.

Wer war der am schwierigsten zu schreibende Charakter der Toronto Tales Serie?

Definitiv Kurts Mutter. Meine Mutter war eine gefühlskalte Frau, die sehr ausfallend werden konnte und mich nicht im Geringsten unterstützte. Daher fiel es mir sehr schwer, eine sympathische, liebende Mutterfigur zu schreiben.

Zu guter Letzt. Woran arbeitest du zur Zeit?

Pornostars! Oder eher, ein Ex-Pornostar trifft einen Handwerker. Klingt wie ein schlechter Porno Plot, nicht wahr? Aber ich bin beinahe fertig damit, und ich denke, es ist eine gute Story. Danach werde ich an einem Sequel von einem meiner Bücher arbeiten – aber ich hab noch nicht entschieden, welches es sein wird!

Vielen Dank für die Fragen – ich liebe es über mein Schreiben zu reden, und ich hoffe, ihr hattet Spaß dabei mich ein wenig näher kennenzulernen.